• Hans Anselm Big Band // Blaue Fabrik, Dresden

  • Fr, 07.02.2020 ab 21:00 Uhr
  • Blaue Fabrik
    Eisenbahnstraße 1
    01097 Dresden-Neustadt
Hans Anselm Big Band // Blaue Fabrik, Dresden - Blaue Fabrik - Dresden

Record Release Konzert "Liquid Circle", JazzThing Next Generationhttps://www.hansanselmbigband.com/Sax:Albrecht Ernst - as, ss, fl // Olga Amelchenko - as, flNils Feldmann - ts, cl // Musina Ebobissé - ts, ss, flYannick Glettenberg - bars, bclTrompeten :Malte Mittrowann - tp, flh // Gabriel Rosenbach - tp,flhJános Löber - tp, flh // Laurin Köller - tp, flhPosaunen:Sonja Beeh - tb // Laurits Qwist Bilén -tbGregor Littke -tb // Felix Konradt - btbRhythmusgruppe:Benedikt Schnitzler - cond, fx, comp Anna Wohlfarth - p, compSebastian Cyliax - g // Arne Imig - b // Leon Griese - drAuf dem Cover des neuen Albums tauchen 18 Namen auf, aber einer fehlt: Hans Anselm. In einer Zeit, da es vor überbordenden Egos nur so wimmelt, in der sich jeder um jeden Preis irgendwie bemerkbar machen muss und um öffentliche Aufmerksamkeit buhlt, verwundert es, dass ein Jazzorchester zwar explizit unter einem bestimmten Namen an den Start geht, dieser aber scheinbar nicht aktiv am musikalischen Prozess teilnimmt. Eine Reminiszenz an einen verstorbenen Kollegen? Eine verkappte Danksagung an einen Förderer? Oder ein Pseudonym?Nichts von alledem. „Hans Anselm ist unser imaginärer, etwas durchgeknallter Freund, der die Band von Beginn an begleitet. Er verkörpert eine Art kollektives Bewusstsein, das uns vereint, wenn wir zusammen auf der Bühne stehen. Er kann leider nur von der Band gesehen werden, ist aber immer da.“ Eine Art guter Geist also, der über dem Ensemble wacht, es behutsam in die richtige Richtung bugsiert und immer darauf achtet, dass jeder Ton am richtigen Fleck sitzt. Eigentlich bräuchte jede Band einen wie Hans Anselm, schon allein wegen der oben beschriebenen Auswüchse. Denn wenn sich junge Musiker zunächst als kleine Formation im großen Berlin zusammentun, dann müssen sie automatisch gegen eine unüberschaubare Masse von Mitbewerbern ankämpfen, von einer CD, die im gewaltigen Meer der Tonträger unterzugehen droht, ganz zu schweigen. Doch Schnitzler, Wohlfahrt, Imig, Rosenbach und Griese wollten unbedingt ihre Ideen bündeln und in klingende Musik verwandeln, am besten mit der Vielfalt eines Klangapparates wie der Big Band. Dabei ging es ihnen darum, einen Sound zu erzeugen, der vor allem authentisch ist und sich von den traditionellen Hörgewohnheiten löst. Aus dieser Vision, mit der sich das Ensemble immer wieder aufs Neue erfindet, entstand etwas imaginär Wunderbares wie besagter Hans Anselm.In der Hauptstadt genießt die Hans Anselm Big Band mittlerweile einen glänzenden Ruf, nicht zuletzt dank eines Studio- und eines Live-Albums sowie eines Auftritts im Kulturradio des RBB. Außerdem wird das Orchester seit 2019 von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert. Alle Ensemblemitglieder kennen sich entweder durch ihre gemeinsame Studienzeit, persönliche Kontakte, Empfehlungen oder vorangegangene Zusammenarbeiten. Neben dem musikalischen Faktor ist vor allem der menschliche enorm wichtig, damit der kreative Ideenfluss ungehemmt funktionieren kann.Der deutschlandweite Durchbruch soll nun mit „Liquid Circle“ gelingen, das als 81. Folge in der langlebigen und erfolgreichen „Jazz thing Next Generation“-Reihe erscheint. In sieben suitenartigen Stücken begegnen einem dabei zarte Sphären, verschrobene Grooves, farbige Bläsernuancen, elektronische Effekte, raffinierte kompositorische Elemente, die sich zu einem Opus verweben, das einen behutsam in eine andere Welt geleitet. Mal laut und intensiv, mal leise, zart und fast zerbrechlich, versuchen die Musiker ihren Emotionen Ausdruck zu verleihen sowie ihre ganze Komplexität abzubilden.Dabei entsteht der spannende, unverwechselbare Klang eines Musikerkollektivs, das bewegende Geschichten zu erzählen vermag und dessen festgelegte sowie spontane Elemente zu einem einzigartigen Sound verschmelzen. Hans Anselm sei Dank!Eintritt: 5-15€

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